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Warum ich aufgehört habe, meinen Geburtstag nur an einem einzigen Tag zu feiern

und stattdessen begonnen habe, mein Leben wirklich zu leben

Ich feiere Ende Mai meinen 33. Geburtstag und ich habe in den letzten Tagen viel darüber nachgedacht, was Geburtstage für mich bedeuten. Ich habe darüber nachgedacht, warum sie sich für mich eine längere Zeit oft seltsam angefühlt haben. Irgendwie anstrengend und schwer und so als würde sich an diesem einen Tag plötzlich alles verdichten. Vielleicht kennst du dieses Gefühl ja auch?

Du wachst an deinem Geburtstag auf und bevor du überhaupt richtig bei dir angekommen bist, beginnt schon dieses innere Funktionieren. Menschen schreiben dir, rufen an, denken an dich, gratulieren dir und eigentlich ist das etwas unglaublich Schönes. Gleichzeitig sitzt du irgendwann da und hast das Gefühl, den ganzen Tag reagieren zu müssen, antworten zu müssen, verfügbar sein zu müssen. Du bist beschäftigt damit, zurückzuschreiben, Pläne zu koordinieren, Torte zu backen, eine Feier auszurichten, Erwartungen zu erfüllen und irgendwie allem gerecht zu werden, obwohl es doch eigentlich “dein” Tag wäre. 

Genau so haben sich Geburtstage für mich irgendwann angefühlt. Nicht mehr leicht, ruhig oder freudvoll, sondern wie ein weiterer Tag, an dem ich funktionieren und erreichbar sein musste. Und dieser innere Druck hat mich unglaublich viel Kraft gekostet.

Der Moment, in dem ich aufgehört habe, meine Geburtstage klassisch zu feiern

Vor einigen Jahren habe ich dann komplett aufgehört, meinen Geburtstag zu feiern. Ich wollte keine große Runde mehr, keine Geschenke, keine Menschen, kein großes Tamtam um diesen Tag machen. Ich wurde ein Jahr älter, was war da schon dabei? Mich hat mein Geburtstag nur daran erinnert, dass mein Leben so anders verlaufen ist als ich es mir gewünscht hatte. Es kamen so viele Themen hoch, dich ich in Ruhe bearbeiten und anschauen wollte. Also habe ich den Menschen in meinem Umfeld mitgeteilt, dass ich nicht erreichbar sein werde an diesem Tag und obwohl die Reaktionen nicht gerade positiv und unterstützend waren, hab ich das durchgezogen, weil ich gefühlt habe, wie wichtig dieser Schritt jetzt für mich ist. Ich war bereit, die Konsequenzen zu tragen und auszusteigen aus dem “Das macht man halt so.”. 

Ich habe also statt zu feiern damit begonnen, mich ehrlich zu fragen: “Wie möchte ich meinen Geburtstag eigentlich wirklich verbringen?”
Nicht wie man ihn verbringen sollte, wie wir es schon immer getan haben oder wie andere es erwarten.

Und meine ehrliche Antwort darauf war überraschend unbequem: Ich wollte Ruhe. Ich wollte keinen Druck mehr. Ich wollte nicht den ganzen Tag am Handy hängen. Ich wollte nicht das Gefühl haben, sofort antworten zu müssen, nur damit niemand enttäuscht ist. Ich wollte mich nicht hetzen. Ich wollte einfach nur bei mir sein. 
Denn wenn es an dem Tag ja um mich geht, dann sollte es doch auch in Ordnung sein, wenn ich diesen Tag so verbringe, wie es sich für mich gut anfühlt. Oder?

2025
Geburtstag alleine

Viele Menschen feiern ihren Geburtstag, aber nicht ihr Leben

Mir ist irgendwann aufgefallen, dass es nicht nur mir so geht, sondern dass viele Menschen nur noch funktionieren. Sie planen ihren Alltag,  erledigen Aufgaben, organisieren Termine, reagieren auf Anforderungen. Das Leben wird organisiert statt es wirklich zu erleben. Der Alltag wird voller, die Verantwortung wird mehr, To-do-Listen länger und irgendwann besteht das eigene Leben hauptsächlich daraus, Dinge zu erledigen. Zwischendurch sagt man sich dann Sätze wie “Ich müsste mir wirklich mal mehr Zeit für mich nehmen.” Aber meistens passiert genau das nicht. Warum? Weil die Pause wieder verschoben wird. Weil noch etwas erledigt werden muss. Weil man sich zwar nach Ruhe sehnt, aber gleichzeitig gar nicht mehr weiß, wie man wirklich zur Ruhe kommt.

Und als ich begonnen habe, mich mit all dem auseinanderzusetzen entstand der Wunsch, etwas für mich zu verändern. Ich wollte wieder lernen, das Leben zu feiern, nicht nur einen einzigen Tag, weil das halt der Tag ist, an dem ich dieses Seelenleben begonnen habe. Und aus diesen Gedanken heraus ist für mich eine neue Geburtstagstradition entstanden: Ich schreibe jedes Jahr so viele Wünsche auf, wie alt ich werde. Ich schreibe eine Geburtstags-Wünscheliste.

Und nein, dabei geht es nicht um irgendeine toxische Manifestationsliste oder darum, sich krampfhaft Ziele zu setzen, die man bis zum nächsten Geburtstag abhaken muss. Genau darum geht es nicht. Es geht darum, das Leben bewusst zu fühlen und zu LEBEN, statt es nur noch abzuarbeiten.

Jetzt mit 33 sind 33 Wünsche auf meiner Liste gelandet. Das finde ich auch so schön an dieser Tradition: Je älter ich werde, desto mehr darf ich mir wünschen.

Warum diese Liste mein Leben verändert hat

Mir die Frage zu stellen, wie ich eigentlich leben möchte, hat mich dabei unterstützt, mir darüber im Klaren zu werden, was mir wirklich wichtig. 
Jedes Jahr eine Liste zu schreiben bringt mich dazu, ehrlich hinzuschauen. Sie ist mehr geworden als irgendeine nette Tradition. Für mich ist meine Geburtstagsliste eine Erinnerung daran, dass mein Leben nicht nur dafür da ist, organisiert und geschafft zu werden.

Ich stelle mir jedes Jahr die Fragen: 

  • Was möchte ich erleben?
  • Was möchte ich fühlen?
  • Welche Momente wünsche ich mir wirklich?
  • Was würde mein Leben schöner machen?
  • Was fehlt mir eigentlich gerade?
  • Mit wem möchte ich dieses Leben erfahren? 

Was auf meiner Geburtstagsliste steht

Das Spannende ist, dass auf dieser Liste oft gar keine großen und spektakulären Dinge stehen.

Natürlich können Wünsche dabei sein wie:

  • ans Meer fahren
  • eine Reise machen
  • einen bestimmten Ort besuchen
  • ein Retreat erleben
  • einen Kurs machen
  • alleine verreisen

Aber oft sind es genau die kleinen Dinge, die am meisten verändern. Für mich wurde die Liste auch eine Möglichkeit, ganz bewusst Momente mit mir selbst und für mich in meinem Alltag zu schaffen. Ich begann auch mir Gedanken darüber zu machen, was ich denn gerne mit anderen Menschen erleben möchte. Also statt mit vielen Menschen an einem Tag meinen Geburtstag zu “zelebrieren”, wollte ich mir ganz bewusst übers Jahr verteilt mit den Menschen in meinem Leben Zeit nehmen.

Auf meiner Liste standen in den letzten Jahren auch:

  • alleine ins Kaffeehaus gehen und einfach Menschen beobachten
  • einen ganzen Tag offline verbringen
  • einen Sonnenaufgang anschauen
  • mind. 4 Spieletage mit Freunden
  • mit einer Freundin in einen Club feiern gehen
  • ohne schlechtes Gewissen ausschlafen
  • eine neue Stadt entdecken

Meine 33 Wünsche fürs nächste Lebensjahr

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My 33 wishes



Auch heuer habe ich mir sehr bewusst Zeit dafür genommen, meine Wünsche für mein kommendes Lebensjahr zu formulieren. Heuer habe ich sogar eine kleine Veränderung gemerkt, dass ich auch “Bonuswünsche” aufgeschrieben habe und auch Dinge, die ich beibehalten möchte, die aber kein expliziter Wunsch mehr sind. Hier ist es eher der Wunsch, das bereits gefestigte noch mehr zu integrieren und zu verkörpern. 

Mein größter Wunsch? 

Ein Leben zu führen, auf das ich STOLZ bin. 

✨ Meine Einladung an dich

Vielleicht möchtest du dir heute selbst einmal diese Frage stellen:

Wenn du nicht nur deinen Geburtstag feiern würdest, sondern dein ganzes Leben: Was würde auf deiner Liste stehen?

Denk nicht daran, was vernünftig oder produktiv wäre oder was andere erwarten könnten, sondern frag dich wirklich, was du fühlen, erleben und leben möchtest.

Und vielleicht ist genau das der Beginn von etwas Wunderschönem, mit dem du dir in deinem Leben mehr bewusste Zeit für dich selbst schaffst.

✨ Keine Idee, was du dir wünschst?

Wenn du dir jetzt gedacht hast, dass du gar nicht so viele Wünsche finden könntest, dann lade ich dich dazu ein, dir einen Termin mit mir zu buchen und gemeinsam hinzuschauen, was dich aktuell noch daran hindert, deinen tiefsten Wünschen und Sehnsüchten Raum zu geben. 

Denn ganz ehrlich? Wenn du Schwierigkeiten hast, deine Wünsche wahrzunehmen, dann liegt das meistens daran, dass du dich selbst nicht wichtig genug nimmst. Und das können wir ändern! 

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